Grimme Online Award 2009

Carta

Preis verliehen für Redaktion und Autorenschaft

"Carta" bezeichnet sich als "Autoren-Blog für Politik, Medien und Ökonomie". Aufgeteilt in die Rubriken Agenda, Ökonomie und Medien beleuchten über 30 Autoren in regelmäßigen Beiträgen vor allem Zusammenhänge und Hintergründe, etwa zur Medienpolitik der Parteien, zu den Themen Qualitätsjournalismus oder Urheberrecht – ergänzt durch redaktionell erstellte Verlinkungen in externe Publikationen und Blog-Beiträge. Das seit Oktober 2008 existierende "Carta" versteht sich als überparteilich und unabhängig und will Anregungen zur kritischen Analyse bieten.

Internetadresse: carta.info

Verantwortliche Personen: Dr. Robin Meyer-Lucht (Redaktion und Autorenschaft), Christoph Butscher (Redaktion), Hans Bellstedt (Autorenschaft), Christoph Bieber (Autorenschaft), Mercedes Bunz (Autorenschaft), Kai Burkhardt (Autorenschaft), Severin Fischer (Autorenschaft), Oliver Geden (Autorenschaft), Peter Glaser (Autorenschaft), Justus Haucap (Autorenschaft), Stefan Heidenreich (Autorenschaft), Heiko Hilker (Autorenschaft), Christian Humborg (Autorenschaft), Michael Jeismann (Autorenschaft), Jürgen Kalwa (Autorenschaft), Jan Krone (Autorenschaft), Jörn Kruse (Autorenschaft), Sebastian Lange (Autorenschaft), Gerd Langguth (Autorenschaft), Daniel Leisegang (Autorenschaft), Florian Meyer (Autorenschaft), Ulrike Langer (Autorenschaft), Wolfgang Michal (Autorenschaft), Alexander Missal (Autorenschaft), Tobias Moorstedt (Autorenschaft), Leonard Novy (Autorenschaft), Marvin Oppong (Autorenschaft), Tim Renner (Autorenschaft), Stephan Ruß-Mohl (Autorenschaft), Achim Rust (Autorenschaft), Friedrich Schneider (Autorenschaft), Klaus-Peter Schöppner (Autorenschaft), Matthias Schwenk (Autorenschaft), Michael Spreng (Autorenschaft), Petra Thorbrietz (Autorenschaft), Carsten Zorn (Autorenschaft)

Begründung der Jury

"Carta" bietet professionellen und originären Online-Journalismus, der nicht aus einem Haus der alten Medien stammt. Seinen inhaltlichen Schwerpunkt legt "Carta" auf den Medienumbruch durch das Web sowie auf medienpublizistische, -politische und -ökonomische Themen. Was die Website bietet ist seriöser, unabhängiger und relevanter Journalismus, und sie ist auf dem Weg, eine medienpublizistische Marke im Web zu werden.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Debatten ist bemerkenswert, dass das Konzept von "Carta" nicht auf die vielbeschworenen nutzergenerierten Inhalte setzt: Die Website veröffentlicht in Form von Blog-Einträgen mit Kommentarfunktion zuvorderst Beiträge von renommierten Wissenschaftlern und Journalisten. Die journalistischen Darstellungsformen reichen von Analysen über Reportagen bis hin zu Recherchestücken, vor allem aber sind es fachkundige, hintergründige und meinungsstarke Beiträge und Positionen.

Die Stärke des Autorenkollektivs von "Carta" ist es, dass in den Beiträgen größere Zusammenhänge in den Blick genommen und angemessen verortet werden. Somit dient die Website als sinnvolle Ergänzung zu den vielfältigen Einzel-Blogs, die sich mit Medien, Politik und Wirtschaft befassen. Hervorzuheben sind darüber hinaus die – prominent platzierten – redaktionell sorgfältig ausgewählten Links zu relevanten Beiträgen anderer Medien. Das Portal öffnet sich hier in angemessener Weise und gibt dem Nutzer eine wertvolle Orientierungsfunktion.

"Carta" ist ein erstes gelungenes deutschsprachiges Beispiel dafür, dass ein Autoren-Blog nicht lediglich als Ergänzung zu den einschlägigen Medienseiten der überregionalen Presse abgetan werden kann: "Carta" kann die Funktion eines führenden Medienbeobachters und -kommentators in Deutschland übernehmen

 

 

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