So geht's

Berufung
Vor Beginn der Einreichungsphase werden die Mitglieder von Nominierungskommission und Jury vom Grimme-Institut berufen. Als Mitglieder der Gremien können sie nicht selbst am Wettbewerb teilnehmen, eigene Angebote sind also ausgeschlossen. Nominierungskommission und Jury bestehen aus je sieben Mitgliedern, die aus möglichst unterschiedlichen Bereichen der Online-Welt kommen: Journalisten, Wissenschaftler, Gestalter, Netz-Akteure, Usability-Fachleute oder Social-Media-Experten. Die Gremien sind vollkommen unabhängig, die Entscheidungen ihrer Mitglieder werden weder vom Grimme-Institut, noch von seinen Partnern oder Gesellschaftern beeinflusst. Die Mitglieder von Nominierungskommission und Jury erhalten lediglich eine kleine Aufwandsentschädigung für ihre Arbeit.


Einreichung

Die Einreichung zum Grimme Online Award beginnt am 15. Januar jeden Jahres und läuft bis zum 1. März. Jeder kann Vorschläge einreichen, also sowohl Internetnutzer als auch Online-Anbieter. Dabei kann die Einreichung ausschließlich online über Formulare auf der Website des Grimme Online Award erfolgen. Eine Einreichung ist grundsätzlich kostenfrei. Über die Website des Grimme Online Award werden im Wettbewerbsverlauf regelmäßig die eingereichten und nach Statut zulässigen Vorschläge veröffentlicht. Diese Veröffentlichung bedeutet nicht, dass das Angebot für den Award nominiert ist oder ausgezeichnet wird.


Nominierung
Bereits während die Einreichung läuft, beginnt die Nominierungskommission mit der Sichtung der Angebote. Die Nominierungskommission trifft sich zwei Mal – diese persönlichen Treffen und die Diskussion über die Angebote sind ein wichtiger Aspekt und garantieren die Qualität der Preisfindung. In einer ersten Sitzung werden anhand bereits eingereichter Angebote die Bewertungsmaßstäbe diskutiert, damit jedes Mitglied der Nominierungskommission für die anschließende Sichtung und die Entscheidungsfindung eine einheitliche normative Grundlage hat. Alle Mitglieder der Nominierungskommission vergeben unabhängig voneinander Punkte für die gesichteten Angebote. In der zweiten Sitzung, meist Ende März nach Ende der Einreichungsphase, werden die durchschnittlich am höchsten bewerteten Angebote diskutiert. Dabei hat jedes Mitglied zu jedem Zeitpunkt die Möglichkeit, Angebote, die keinen hohen Durchschnittswert erreicht haben, wieder in die Diskussion zu holen. Nach intensiver Diskussion der Mitglieder der Nominierungskommission fallen in dieser Sitzung die Entscheidungen über die maximal 28 Nominierten. Die Abstimmung über Nominierung oder Nicht-Nominierung eines Angebotes erfolgt im Regelfall über eine Abstimmung mit Handzeichen. Gefordert ist eine einfache Mehrheit, bei einer – selten vorkommenden - Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden. Die Nominierungskommission legt hierbei auch fest, in welcher Kategorie die jeweilige Nominierung erfolgt.


Information der Nominierten
Die Nominierten werden vom Grimme-Institut vor der offiziellen Bekanntgabe der Nominierungen telefonisch informiert.


Bekanntgabe der Nominierungen
Alle Nominierten werden vom Grimme-Institut zur Bekanntgabe der Nominierungen Ende April/Anfang Mai eingeladen. Wir bitten die Nominierten um Geheimhaltung bis zu diesem Zeitpunkt. Bei der Bekanntgabe werden die Nominierten seitens des Grimme-Instituts vorgestellt und gebeten, selbst etwas über ihre Angebote zu erzählen. Diese Veranstaltung ist öffentlich, jeder kann nach Anmeldung dorthin kommen – Webinteressierten ist der Besuch der Bekanntgabe der Nominierungen sehr zu empfehlen, denn man erfährt sehr viel über die Motivation und die Produktionsbedingungen und kann beim Get-Together im Anschluss mit den Machern reden.


Preisfindung
Mit der Nominierung beginnt die Sichtung durch die Jury. Ihre Mitglieder prüfen die nominierten Angebote sehr genau, gehen aber auch noch einmal durch die Einreichungsliste, um zu schauen, ob die Nominierungskommission ein möglicherweise preiswürdiges Angebot übersehen hat. Manchmal sieht die Jury auch andere Schwerpunkte als die Nominierungskommission. Die Jury hat die Möglichkeit, bis zu zwei Angebote nachzunominieren, muss dies aber nicht tun. Sie kann insgesamt bis zu acht Preise vergeben, diese müssen sich aber nicht gleichmäßig auf die Kategorien verteilen, sie kann sogar auf die Vergabe in einer Kategorie verzichten oder weniger als acht Preise vergeben. Zuletzt kann sie sogar Angebote von einer Kategorie in eine andere verschieben, wenn sie deren Stärken woanders sieht als die Nominierungskommission.


Auch die Jury trifft sich zu einer Sitzung, bei der alle Angebote im Einzelnen unter den Jurymitgliedern diskutiert werden. Dabei wird in zwei Runden zunächst entschieden, welche Angebote weiter in der Diskussion für eine Preisfindung bleiben und welche nicht, danach wird über die Preisträger abgestimmt. Die Abstimmungen im Verlauf der Sitzung erfolgen im Regelfall über eine Abstimmung mit Handzeichen. Gefordert ist eine einfache Mehrheit, bei einer – selten vorkommenden - Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden. Die Jury legt ebenfalls eine Zuschreibung der Preisvergabe fest. Es werden unter Umständen nur einzelne Aspekte eines Angebotes besonders hervorgehoben, zum Beispiel Konzeption und Gestaltung, so dass auch nur die an diesen Teilbereichen beteiligten Personen eine Urkunde erhalten. Trotzdem ist natürlich das gesamte Angebot Preisträger des Grimme Online Award.


Preisträger
Die Nominierten werden von uns nicht vorab darüber informiert, ob sie einen Preis erhalten oder nicht. Vielmehr werden Vertreter aller nominierten Angebote zur Preisverleihung Ende Juni eingeladen und erfahren erst im Verlauf des Abends, ob sie Preisträger sind, oder nicht. Preisträger erhalten kein Preisgeld. Jedes prämierte Angebot erhält eine Trophäe, jeder Beteiligte, der in den von der Jury hervorgehobenen Bereichen tätig ist, eine Urkunde. Den Nominierten und Preisträgern entstehen keine Kosten.


Öffentlichkeitsarbeit
Das Grimme-Institut informiert regelmäßig über Twitter und Instagram über den Wettbewerbsverlauf, der Grimme Online Award hat einen eigenen Facebook-Kanal und das Blog „quergewebt“ sowie einen Newsletter. Fotos der Veranstaltungen werden bei Flickr veröffentlicht und können dort in Druckqualität heruntergeladen werden, Videos der Preisverleihung sind bei YouTube zu finden. An Vertreter der Presse versendet das Grimme-Institut Pressemitteilungen.