Grimme Online Award 2021

Queerkram

Preis verliehen für Gesamtverantwortung

 

Internetadresse: queerkram.com

Verantwortliche Person:
Johannes Kram (Gesamtverantwortung)

Begründung der Jury:
Hier geht es um „alles, was nicht der heterosexuellen Norm entspricht“ – so eröffnet „Nollendorfblog“- Macher Johannes Kram jede Folge seines Podcasts. „Queerkram“ ist ganz offenkundig der Podcast eines so erfahrenen wie kämpferischen Berliner Aktivisten, der im Verlauf jeder Ausgabe seine Themen und Begriffe für die LGBTI*-Community setzt. Doch macht er das ganz ohne Holzhammer. Vielmehr nähert sich Kram seinen Gesprächspartner*innen stets gut vorbereitet und führt seine Interviews mit spürbarem Interesse und Offenheit für ihre Ansichten und Erfahrungen – ob sie nun als queere Sexarbeiterin und Feministin Prominenz erlangt haben oder durch das RTL-Dschungelcamp in völlig anderen Zielgruppen, ob sie für die FDP im Bundestag sitzen oder als Spitzenkandidat der Linken in den Berliner Wahlkampf ziehen. So werden immer wieder neue Blickwinkel eröffnet und unterschiedliche Themen ausgeleuchtet, die gleichzeitig produktiv in den politischen und gesellschaftlichen Diskurs verwoben werden. Zusammen mit seinen Gäst*innen schafft es Kram, die Relevanz queerer Themen im gesamtgesellschaftlichen Kontext zu akzentuieren. Niemand im Publikum wird ausgeschlossen, sondern tiefgehende Gespräche entwickeln sich, die für die Zuhörer*innen hochinteressant sind und durch die alle etwas lernen können. Die dichten, oft vom ersten Satz an spannenden Podcastfolgen zeigen, dass Krams Überzeugung, „dass sich alle etwas zu sagen haben“, zutrifft. Damit ist „Queerkram“ ein idealtypischer Beitrag zur Meinungsbildung – und überdies meist auch gute Unterhaltung.

Beschreibung:
Wie fühlt es sich an, als schwuler Politiker der AfD im Bundestag gegenüber zu treten? Muss ein Traumschiff-Kapitän immer weiß sein? Und wie queerfeindlich sind die Corona-Regeln? Johannes Kram lädt für den Podcast "Queerkram" von queer.de Interviewpartner*innen aus der LGBTI*-Szene – und darüber hinaus – ein und spricht mit ihnen über Themen wie Homophobie, queere Sichtbarkeit oder die Situation von LGBTI* in der Gesellschaft. Dabei entstehen konstruktive und fundierte Gespräche, die wertvolle Einblicke geben.

 
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