Presseschau zu den Nominierungen

Die Nominierungen für den Grimme Online Award 2026 haben auch in diesem Jahr ein großes Medienecho gefunden. Im Mittelpunkt der Berichterstattung standen vor allem Themen wie Klimawandel, Rechtsextremismus, Barrierefreiheit und digitale Souveränität. Hier einige exemplarische Stimmen:

RedaktionsNetzwerk Deutschland greift in seiner Berichterstattung die gesellschaftliche Relevanz der nominierten Angebote auf: „Der Umgang mit AfD-Anhängern, die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit und die Folgen des Klimawandels: Die nominierten Beiträge für den Grimme Online Award greifen gesellschaftlich relevante Themen auf und setzen dabei auf unterschiedliche digitale Formate.“ Darüber hinaus wird die Nominierungskommission zitiert: „Der Kampf um Inhalte im Internet werde zunehmend härter […]. Kommerzielle Plattformen großer Anbieter schränkten die Gestaltungsmöglichkeiten durch Algorithmen und konkrete Vorgaben künstlich ein. Zudem erschwerten viele Plattformen Verlinkungen auf externe Webseiten. Diese Entwicklung schade der Demokratie […]“

Auch DWDL greift die Einschätzung der Nominierungskommission auf. Der Kampf um Inhalte im Internet werde zunehmend härter und Big-Tech-Konzerne schränken die digitale Meinungsvielfalt ein. „Die Nominierten machen sichtbar, wie vielfältig und anspruchsvoll Qualität im Netz gestaltet werden kann – eine Qualität, die von vielen im Sinne eines ‚Mehr‘ gefordert wird und im digitalen Alltag doch so häufig fehlt“, sagt Grimme-Direktorin Ciğdem Uzunoğlu. Darüber hinaus hebt das Magazin hervor, dass erstmals Formate auf Twitch und Mastodon für den Grimme Online Award nominiert wurden.

Auch epd medien zitiert Grimme Direktorin Ciğdem Uzunoğlu und betont die Bedeutung der nominierten Angebote für die digitale Meinungsvielfalt. So leisten die Nominierten „einen substanziellen Beitrag zur Meinungsvielfalt und machen das Netz zu dem Debattenraum, den wir so dringend benötigen.“

Auch die Evangelische Zeitung beleuchtet die Themenvielfalt der nominierten Angebote. Neben Klimawandel, Rechtsextremismus und NS-Vergangenheit thematisiert sie Barrierefreiheit, digitale Souveränität und Recherchemöglichkeiten. 

BarrierenWatch freut sich auf ihrer Website über die Nominierung: „Die Nominierung für diesen prestigeträchtigen Award ist für unsere Arbeit eine große Anerkennung“. Sie sehen die Nominierung als eine Art „Bestätigung unseres einzigartigen Ansatzes im Bereich der Behinderten-Selbstvertretung.“

Der Bayrische Rundfunk hebt die Nominierung zweier eigener BR-Formate hervor. Dabei wird betont, dass der Grimme Online Award insbesondere Angebote würdige, die digitale Plattformen nicht nur bespielen, sondern deren Möglichkeiten für journalistische Formate konsequent nutzen. 
Redaktionsleitung Sonja Meyer-Golling erklärt: „Die Nominierung für den Grimme Online Award macht uns besonders stolz, weil sie die großartige Arbeit eines Teams würdigt, das mit viel Herzblut und Leidenschaft zeigt, wie erfolgreich Journalismus auf Social Media sein kann.“ 
Auch der kommissarische Redaktionsleiter Bernhard Kastner äußert sich erfreut über die Nominierung: „Seit nun sechs Jahren gibt der BR Instagram-Kanal 'FrauenGeschichte' unterschiedlichsten Frauen eine Plattform. Dass diese spannenden Frauen inzwischen von knapp 300.000 Followerinnen und Followern begleitet werden, freut uns schon riesig, dass dieser Kanal und seine engagierten Autorinnen nun für den Grimme-Preis nominiert sind, das macht uns überglücklich!“

Die Augsburger Allgemeine berichtet über die Nominierung des Comics „Der Vorgang“ und beleuchtet die Reaktionen am Staatstheater Augsburg. Der Intendant André Bücker des Staatstheaters Augsburg zeigt sich begeistert: „Ich freue mich sehr über diese Wertschätzung und gratuliere von Herzen allen beteiligten Kolleginnen und Kollegen“.

Das Nachrichtenportal Mittendrin widmet sich der Nominierung des Projekts „Unsichtbare Bauhaus Dessau“. Die Direktorin der Stiftung Bauhaus Dessau bezeichnet die Nominierung als „großartige Anerkennung.“ „Gerade in Zeiten intensiver Debatten um demokratische Erinnerungskultur holt dieses Projekt die Geschichte dorthin zurück, wo sie hingehört: mitten in den Alltag der Menschen.“

Ebenfalls freuen sich der Mitteldeutsche Rundfunk und die Bundesstiftung Aufarbeitung über die Nominierung des gemeinsamen Webprojekts „DNA des Ostens“. 

Die Rheinische Post greift in ihrer Berichterstattung eine Einschätzung der Grimme Direktorin Çiğdem Uzunoğlu zur Vielfalt der nominierten Angebote auf. Dabei hebt sie insbesondere die unterschiedlichen Ansätze hervor: „neue Wege im Journalismus, innovative Formen der Community-Einbindung, Angebote für Kinder und Jugendliche und erstmals ein Twitch-Format, der „ARD Game Jam - Classical Edition“.