Grimme Online Award 2021

Medienstimmen zur Preisverleihung

Der Grimme Online Award kehrte in diesem Jahr aus der „publikumslosen“ Phase zurück, feierte endlich wieder – live und in Farbe - mit acht Preisträgern in vier Kategorien und einem Publikumspreis in der Flora in Köln. Der Angriffskrieg auf die Ukraine prägte dabei die Preisverleihung und damit auch die mediale Berichterstattung, obwohl kein Preisträger sich – auf Grund des Einreichungszeitraums - direkt mit dem Krieg auseinandersetzte, einige aber mit den Folgen kriegerischer Auseinandersetzungen. Und die Präsenz der Podcasts war immer wieder Thema, vor allem in der Kategorie Information.

„Auch wenn sich der Krieg in der Ukraine nicht in den Nominierungen des Grimme Online Awards widerspiegelte, so war er bei der Preisverleihung doch präsent“, schreibt etwa DWDL und weiter: „Ausgezeichnet wurden auch mehrere Podcasts, darunter ‚Cui Bono‘.“

Mit dem gleichen Tenor rückt die ZEIT ein Format aus der Schweiz in den Vordergrund, welches sich mit der atomaren Bedrohung auseinander setzt: „Das Format Nuclear Games erzählt mit Graphic Novels, Videos und Texten von der Bedrohung der Menschheit durch acht Jahrzehnte Nukleartechnologie. ‚Mit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine gewinnen Fragen zur Sicherheit der Kernenergie sowie Bedrohungsszenarien durch den möglichen Einsatz von Nuklearwaffen neue Relevanz‘, urteilte die Jury über den Gewinner in der Kategorie Wissen und Bildung.“

„Grimme Online Award für Doku über Gefahren der Atomkraft, Gert Scobel holt Publikumspreis“ titelt MMEDIA.de.

Die Süddeutsche schreibt: „Aus der Verleihung des Grimme Online Award, wichtigster Preis für Online-Publizistik, lassen sich zwei Lehren ziehen. Erstens: Podcasts dominieren die Kategorie ‚Information‘. Und zweitens, auch ältere Herren können Publikumspreise von jungen Onlinenutzern abräumen: Gert Scobel, 62, produziert Videos, die vor allem zur Vorbereitung auf Klassenarbeiten angeklickt werden. Sein 3sat-Youtube-Kanal ‚Scobel‘ ist aus eben diesem Grund bei der jungen Zielgruppe besonders beliebt.“

Auf WDR.de heißt es: „Viele der ausgezeichneten Angebote erzählen Geschichten heute in Videos, auf Webseiten, in Podcasts und auf Social Media gleichzeitig: Die Macher nutzen also alle Ausspielwege - und auch die Stärke der jeweiligen Medien. Eine Stärke der Podcasts ist zum Beispiel, dass sich Menschen hier Zeit nehmen - und entsprechend ausführlich erzählt werden kann. Das gelingt in den ausgezeichneten Angeboten besonders gut.“

Und die Hertener Zeitung stellt verblüfft fest: „Grimme Online Awards vergeben: Internet kann auch schlau machen“.

Der SWR rückte neben dem Erfolg von Podcasts besonders die Auszeichnung der Staatsgalerie Stuttgart mit ihrem Projekt: „Im Dunkeln – ein Leuchten“ ins Blickfeld.

Radionews betonte in ihrer Berichterstatttung den doppelten Erfolg des NDR mit den Podcasts „Cui Bono: WTF happened to Ken Jebsen?“ und „Slahi – Jahre Guantánamo“.

Neben dem Deutschlandfunk-Format Studio 9 ging der Podcast Corso auf die Sieger-Podcasts ein, bemerkt dabei den „großen Anteil an Storytelling-Formaten.“ Dabei sei interessant, „wie die verschiedenen Ausspielwege genutzt wurden, um Geschichten zu erzählen. Vom Audio-Scroll-Projekt über die Stuttgarter Kripo in der Nachkriegszeit, bis zur digitalen interaktiven Graphic-Novel ‚Nuclear Games‘ zur atomaren Bedrohung.“